Eckdaten & zentrale Infos
Das Modul „Pfleg-BP3: Bildungsmanagement und professionelles Handeln in berufsbildenden Kontexten“ kann von Studierenden belegt werden, die in folgenden Studiengängen immatrikuliert sind:
- M.A. Berufspädagogik Pflegewissenschaft
- B.A. Berufliche Bildung – Pflegewissenschaft
Ziele & Inhalte
Im Seminar „Bildungsmanagement und professionelles Handeln in berufsbildenden Kontexten“ erwerben die Studierenden zentrale Kenntnisse und Handlungskompetenzen, um als Berufsschullehrkräfte professionell zu agieren und Lernprozesse wirksam zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen pädagogisch-psychologische Grundlagen, die Planung und Reflexion von Unterricht, diagnostische Verfahren sowie Strategien zur Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams und zur Qualitätsentwicklung von Bildungseinrichtungen. Durch praxisorientierte Methoden, Diskussionen und Übungen wird die Verbindung von Theorie und schulischer Praxis gefördert.
Ziele
- Entwicklung eines reflektierten Rollenverständnisses als Lehrkraft in der beruflichen Bildung
- Erwerb von Kompetenzen im Classroom-Management und in der Gestaltung lernförderlicher Unterrichtssituationen
- Befähigung zur individuellen Lernbegleitung, Diagnostik und kompetenzorientierten Leistungsbewertung
- Sensibilisierung für Inklusion, Barrierefreiheit und unterschiedliche Förderbedarfe
- Förderung von Team- und Kooperationsfähigkeiten in schulischen Organisationsstrukturen
- Einblick in Instrumente des Bildungs- und Qualitätsmanagements
Als Studierende werden Sie sich mit folgenden Aspekten auseinandersetzen …
- Institutionsentwicklung, Schul- und Qualitätsmanagement in Bildungseinrichtungen
- Grundlagen der pädagogischen Psychologie und Motivation
- Classroom-Management und Umgang mit Unterrichtsstörungen
- Diagnostische Grundlagen für berufliches Lehren und Lernen
- Kompetenzorientiertes Prüfen und Feedbackverfahren
- Individuelle Lernbegleitung und Förderung heterogener Lerngruppen
- Gestaltung von Unterrichtsgesprächen sowie Methoden wie Rollenspiel und szenisches Spiel
- Barrierefreiheit und inklusives Unterrichten
- Rolle der Lehrkraft und Perspektivwechsel aus pädagogischer Sicht
- Kollegiale Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams (u. a. nach Eberhart Stahl, Schulz von Thun)
Modulprüfung
Im Modul Pfleg-BP3 wird eine Modulprüfung mit der Prüfungsform „Portfolio“ abgelegt. Als seminarbegleitendes Dokumentations- und Reflexionsinstrument wird im Rahmen der Portfolio-Arbeit in kleinen Teams (2-3 Personen) entweder ein Audio-Podcast oder ein Video-Podcast entstehen, der sich mindestens aus 8 Folgen zusammensetzt. Als Gesamtprodukt soll das übergeordnete Seminarthema „Bildungsmanagement und professionelles Handeln in berufsbildenden Kontexten“ dokumentiert, gemeinsam reflektiert und individuell vertieft werden. Es können thematische Schwerpunkte im Kontext der Planung und Gestaltung der Podcasts gesetzt werden, die sich je nach Interesse der Teilnehmenden für bestimmte Seminarthemen (siehe Seminarverlauf) festlegen lassen.
Mit der Erstellung eines Podcasts dokumentieren und reflektieren Sie Ihre individuelle und gemeinsame Lernentwicklung im Seminar. Das Prüfungsprodukt dient nicht nur als Nachweis fachlicher Kenntnisse, sondern auch als Ausdruck der Fähigkeit, komplexe pädagogische Themen verständlich, praxisnah und mediengestützt aufzubereiten.
Zielgruppen des Podcasts sind sowohl die Kommiliton:innen anderer Teams im Seminar als auch außenstehende Personen, denen durch den Podcast der eigene Lernprozess und somit die eigene Professionalisierung erläutert wird.
Im Mittelpunkt steht die Verknüpfung von Theorie, Praxis und persönlicher Reflexion:
- Wie lässt sich professionelles Handeln im (beruflichen) Bildungskontext verstehen?
- Welche Herausforderungen und Gestaltungsspielräume bestehen für Lehrkräfte (in der Berufsbildung)?
- Welche Perspektiven ergeben sich aus pädagogisch-psychologischen, diagnostischen und organisatorischen Zugängen?
Struktur und Umfang
- Umfang: Mindestens 8 Podcast-Folgen à 30–60 Minuten
- Teamgröße: 2–3 Personen
- Abgabe: Link zur fertigen Podcast-Serie (Audio oder Video) + schriftliches Kurzkonzept (max. 2 Seiten)
- Technik: frei wählbar (Smartphone, Recorder, Kamera, Schnittsoftware etc.)
Inhaltliche Gestaltung
Jede Podcast-Folge behandelt ein zentrales Seminarthema (z. B. Classroom-Management, Motivation, Diagnostik, Inklusion, Teamarbeit, Qualitätsmanagement).
Die Folgen können so geplant werden, dass sie:
- Diskussionen und Reflexionen aus den Sitzungen aufgreifen,
- Interviews mit Kommiliton:innen, Dozent:innen oder Praxisvertreter:innen einbinden,
- Fallbeispiele oder Unterrichtsszenarien nachstellen oder
- im Seminar (und darüber hinaus) behandelte theoretische Modelle erläutern und in Beziehung zur Schulpraxis setzen.
Die Folgen sollen eine dramaturgische und didaktische Linie erkennen lassen. Zur Planung empfiehlt sich ein Podcast-Drehbuch mit:
- Titel und Kurzbeschreibung jeder Folge (eine Art „Klappentext“)
- Ziel der Folge (was soll thematisiert oder verstanden werden?)
- Rollen und Aufgaben im Team (Moderation, Schnitt, Recherche etc.)
- verwendete Quellen und Materialien
Reflexion und Einbindung in das Portfolio
Der Podcast ist Teil des individuellen Portfolios. Jede*r Studierende ergänzt daher:
- eine persönliche Reflexion (ca. 2 Seiten) über den eigenen Lernprozess, die Teamarbeit und die Entwicklung des Podcasts.
Bewertungskriterien (können gemeinsam im Seminar erweitert / modifiziert werden)
- Inhaltliche Qualität: Fachliche Richtigkeit, theoretische Fundierung, Bezug zu Seminarthemen
- Reflexionsgrad: Tiefe der Auseinandersetzung, persönliche und professionelle Reflexion
- Didaktisch-mediale Gestaltung: Struktur, Verständlichkeit, dramaturgischer Aufbau, technische Umsetzung
- Teamarbeit: Gleichwertige Beteiligung, Kooperation, Rollenklärung
- Formalia: Einhaltung der Anforderungen (Umfang, Format, Abgabe, Quellen
etc.)
Veröffentlichung & Distribution (optional)
Der Podcast kann auf Wunsch unter einer offenen Lizenz (z. B. CC BY-SA) veröffentlicht werden. Eine Veröffentlichung über Spotify, YouTube oder universitäre Plattformen ist ausdrücklich willkommen, wenn die Urheberrechte und Persönlichkeitsrechte beachtet werden. So können die Podcast-Projekte als Open Educational Resource (OER) anderen Studierenden und Lehrkräften zur Verfügung stehen und zur Sichtbarkeit der eigenen Arbeit beitragen.
Entliehene Mikrofone
- Eike – Yeti schwarz am 27.11.25
Literaturliste.
- Rogers, Bill (2013): Classroom Management. Das Praxisbuch. Weinheim: Beltz. Fundiert & praxisnah, viele Anregungen für Setting-Strukturen, Beziehungen, Verhaltenssteuerung. Fachportal Pädagogik
- Brüning, Ludger & Saum, Tobias (2022): Classroom Management. Die Grundlage guten Unterrichts. Essen: NDS-Verlag. Moderne Ansätze, Reflexionsinstrumente, auf Lehrkräfte ausgerichtet. Lehmanns
- Eichhorn, Christoph (2020): Classroom-Management. Freiburg i. Br.: Klett-Cotta. Theoretisch-praktischer Zugang, insbesondere für schwierige Lerngruppen. Klett-Cotta
- Evertson, Carolyn M. & Weinstein, Carol S. (Hrsg., 2013): Handbook of Classroom Management: Research, Practice, and Contemporary Issues. New York: Routledge. Google Books
- Münk, Hans Dieter & Weiß, Reinhold (Hrsg., 2009): Qualität in der beruflichen Bildung. Forschungsergebnisse und Desiderata. Bielefeld: Bertelsmann. Begriffliche Grundlagen, Evaluations- und Qualitätssysteme in der beruflichen Bildung. Fachportal Pädagogik
- Schemme, Dirk (2018): Qualität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. (BIBB-Working Paper). Analyse und Gestaltung beruflicher Bildungsqualität aus forschungs- und praxisorientierter Perspektive. EconStor
- Manz, Wolfgang (Hrsg., 2018): Qualitätsmanagement in Bildungseinrichtungen. Münster: Waxmann. Systematischer Überblick über Qualitätsmanagement-Modelle im Bildungsbereich. MANZ Webshop
- Klieme, Eckhard & Tippelt, Rudolf (Hrsg., 2008): Qualitätssicherung im Bildungswesen. Eine aktuelle Zwischenbilanz. Weinheim: Beltz – Theoretische Einordnung des Qualitätsbegriffs, Sicherungssysteme, Evaluation. Pedocs
- Bundesinstitut für Berufsbildung (2006): Qualitätssicherung beruflicher Aus- und Weiterbildung (Diskussionspapier BIBB, 2006) BIBB – Home
- Bundesinstitut für Berufsbildung (2006): Qualitätsmanagement in der Bildungsbranche (Springer Professional, kompakt)
Seminarverlauf & Meilensteine
Folgende Seminartermine und Meilensteine werden gemeinsam stattfinden.
16.10.2025, 14-18 Uhr
Einführung und organisatorische Klärung
- Kennenlernen
- Ziele des Seminars
- Modulprüfung Pfleg-BP3
- Gemeinsame Erwartungsklärung
Hinweis auf externe Gäst:innen
Im Verlauf des Seminars werden externe Expert:innen eingeladen, um über spezifische Themen im Semesterverlauf zu referieren und gemeinsam mit uns die Sitzungen zu gestalten. Das sind …
- Dr. Ida-Kristina Kühn, Universität Bremen – Expertin für Projektmanagement
- Dr. Lisa Vogt, Berufliche Hochschule Hamburg (BHH) – Systemische Coachin und Beraterin im berufsbildenden Kontext (Mögliche Termine am 04.12. oder 18.12.)
- PD Dr. habil. Susanne Peters, Universitäten Bremen, Osnabrück & Potsdam – Expertin für Bildungsevaluation
23.10.2025, 14-18 Uhr
Zentrale Facetten des Bildungsmanagements & Einführung in die Podcast-Arbeit
Die Studierenden gewinnen ein erstes Verständnis davon, was unter Bildungsmanagement verstanden
wird, welche Facetten es umfasst und welche Themenbereiche sie im weiteren Verlauf des Seminars
besonders interessieren. Sie setzen die thematisch erarbeiteten Aspekte anschließend in einer ersten Gruppenarbeitsphase in einer Rechercheaufgabe um und reflektieren die Bedeutung des Themas speziell für die Berufsbildung (im Pflegebereich).
Anschließend erfolgt eine kurze Einführung in die Möglichkeiten der Podcast-Arbeit als zentrale, seminarbegleitende Aufgabe vor dem Hintergrund der Modulprüfung. Es werden sowohl technische Tools zur Aufnahme vorgestellt als auch konzeptionelle Werkzeuge (Podcast-Canvas und Podcast-Backlog) für die Teamkoordination und inhaltliche Arbeit präsentiert.
30.10.2025, 14-18 Uhr
Motivation und Lernen – Ansätze, Theorien und Förderstrategien für (berufliche) Bildungsprozesse
Die Studierenden setzen sich mit zentralen wissenschaftlich fundierten Motivationstheorien auseinander, die für Lehr- und Lernprozesse in der beruflichen Bildung von Bedeutung sind. In einer Stationenarbeit erkunden sie eigenständig verschiedene theoretische Ansätze anhand bereitgestellter Materialien, die über QR-Codes und Cloud-Links im Seminarraum abrufbar sind.
Folgende Theorien können herangezogen werden:
- Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan, 1985)
- Erwartungs-Wert-Theorie (Eccles & Wigfield, 2002)
- Selbstwirksamkeitstheorie (Bandura, 1977)
- Flow-Theorie (Csikszentmihalyi, 1990)
- Pädagogisch-psychologische Interessentheorie (Krapp 1999; Krapp & Hascher 2013)
- Motivationsförderung durch Zielsetzung (Locke & Latham, 1990)
- Octalysis Gamification Design Framework (Chou, 2016 u.a.)
In Kleingruppen bereiten sie jeweils eine Kurzpräsentation für ihre Kommiliton:innen vor, in der sie die Grundidee der gewählten Motivationstheorie vorstellen und beispielhaft erläutern, welche Implikationen sich daraus für das Lehren und Lernen in der Berufsbildung ergeben.
Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven auf Motivation kennenzulernen, deren Bedeutung für Lernprozesse zu verstehen und daraus Handlungsansätze für die Lernbegleitung von Schüler:innen bzw. Auszubildenden in der beruflichen Bildung abzuleiten.
06.11.2025, 14-18 Uhr
Classroom-Management I – Einführung, Ebenen des CM, Struktur & Regeln
Die Studierenden setzen sich mit Handlungsfeldern des Classroom-Managements auseinander, die insbesondere für die Tätigkeit als angehende Lehrkraft in der beruflichen Bildung von Relevanz sind.
Ziel ist es, die verschiedenen Ebenen des Classroom-Managements zu benennen und deren Relevanz für das eigene professionelle Lehrer:innenhandeln zu benennen. Die Studierenden erarbeiten Strategien und Ansätze des Classroom-Managements in berufsbildenden Schulen (des Gesundheitssektors) und transferieren diese Ideen perspektivisch in ihren Lehrer:innenalltag.
Im Detail betrachten die Studierenden die Grundideen der Klassenführung nach Jacob Kounin, identifizieren zentrale Dimensionen (Withitness, Overlapping, Momentum/Smoothness, Group Focus, Accountability) anhand konkreter Unterrichtssituationen und reflektieren deren Bedeutung für den Berufsbildungskontext.
In einer Praxisphase im Seminar können auch Ideen und ggf. konkrete Konzeptionen für Podcast-Folgen zu diesem Themenschwerpunkt des Seminarverlaufs entstehen.
13.11.2025, 14-18 Uhr
Classroom-Management II & Umgang mit Unterrichtsstörungen – Prävention und Intervention (Inhalte gerne im Selbststudium nacharbeiten)
Der professionelle Umgang mit Unterrichtsstörungen ist ein zentraler Bestandteil erfolgreichen Classroom-Managements. Störungen sind nicht nur ein organisatorisches Problem, sondern immer auch Signale, die eine zugrunde liegende Dynamik sichtbar machen – sei es auf der Beziehungs-, Motivations- oder Organisationsebene.
Der zur Verfügung gestellte Text von Grewe & Thomas (siehe Stud.IP) stellt ein Stufensystem differenzierter Strategien vor, das dabei unterstützt, situativ angemessene Entscheidungen zu treffen. Dieses System reicht von Basisstrategien bei breit gestreutem Störverhalten (Typ A) über motivklärende Gespräche bei individuellen Auffälligkeiten (Typ B) bis hin zu kooperativen und präventiven Maßnahmen auf Klassenebene (Typ C und D). Wesentlich ist, dass Lehrkräfte weder ausschließlich disziplinierend noch ausschließlich verständnisorientiert handeln. Professionelles Handeln verbindet beides: klare Struktur und situatives Erkundungshandeln, Regelklarheit und Beziehungssensibilität.
Unterrichtsstörungen werden so nicht als persönlicher Angriff gelesen, sondern als Anlass, Unterricht, Interaktionen und Rahmenbedingungen gezielt zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Der Text stellt hierfür konkrete Instrumente zur Prävention und Reaktion bereit.
Es lohnt sich, sich im eigenen Podcast mit diesem Thema vertieft auseinanderzusetzen. Ggf. lassen sich Strategien aus dem Stufensystem in einem (fingierten oder selbst erlebten) Unterrichtsszenario einbinden und erwartete Effekte beschreiben sowie reflektieren. Ggf. könnten präventive Maßnahmen speziell für den Pflegeunterricht in der beruflichen Bildung diskutiert werden, damit Störungen möglichst gar nicht entstehen. Diese Anregungen helfen unter Umständen, in die Podcast-Arbeit einzusteigen und das Thema dadurch zu vertiefen.
20.11.2025, 14-18 Uhr
Rechtliche Grundlagen beim Classroom-Management – Was darf ich eigentlich als Lehrkraft?
Classroom-Management steht stets in einem Spannungsverhältnis zwischen pädagogischem Ermessen und rechtlicher Bindung. Dieses Spannungsverhältnis erkunden wir in dieser Sitzung praktisch.
Fragen über Fragen …
- Darf ich das Handy von Schüler:innen einziehen?
- Darf ich jemanden vor die Tür schicken?
- Aggressives Verhalten – was kann / darf ich tun?
- Welche Konsequenzen darf ich verhängen – und welche nicht?
Um eine gewisse Handlungssicherheit zu gewinnen, schauen wir heute in das Bremische Schulgesetz (BremSchulG).
27.11.2025, 14-18 Uhr
Gastvortrag: Grundlagen und Praxis des Projektmanagements im (beruflichen) Bildungsbereich
Zu Gast bei uns im Seminar: Dr. Ida-Kristina Kühn – Universität Bremen.
In der heutigen Seminarsitzung beschäftigen wir uns mit den Grundlagen und der praktischen Anwendung des Projektmanagements in der beruflichen Bildung – insbesondere im Kontext der Pflegeausbildung. Projektmanagement ist ein zentrales Instrument, um Lernprozesse strukturiert zu planen, komplexe berufliche Situationen didaktisch sinnvoll aufzubereiten und kooperatives sowie handlungsorientiertes Lernen zu ermöglichen.
Wir betrachten die Rolle von Projekten für die Kompetenz- und Organisationsentwicklung und analysieren, wie projektförmige Lehr-Lernarrangements die Lernenden in der beruflichen Bildung dabei unterstützen, berufsbezogene Handlungskompetenzen zu entwickeln. Dazu setzen wir uns mit den zentralen Schritten des Projektmanagements auseinander: Wir definieren Bildungsbereiche und relevante Lerninhalte, formulieren Zielbereiche und planen Lösungszeiträume, entwickeln geeignete Problemstellungen und reflektieren unsere Rolle als Lehrkraft im Projektprozess.
Die Sitzung verbindet Grundlagenwissen mit konkreten Praxisbeispielen und zeigt, wie Projektmanagement zu einer professionellen und lernwirksamen Gestaltung des Pflegeunterrichts beitragen kann.
04.12.2025, 14-18 Uhr
Gastvortrag: Eine Einführung in systemisches Coaching als Methode zur Begleitung von Auszubildenden in Pflegeberufen
Zu Gast bei uns im Seminar: Dr. Lisa Vogt – Berufliche Hochschule Hamburg
Der Vortrag und anschließende Workshop bietet eine praxisnahe Einführung in das systemische Coaching als wirksame Methode zur Begleitung von Auszubildenden in Pflegeberufen. Im Fokus steht die Frage, wie Lehrkräfte durch Haltung und Fragetechniken in komplexen systemischen Zusammenhängen entsprechende Lern- und Entwicklungsprozesse gezielt unterstützen können.
Dabei werden zentrale Prinzipien wie Ressourcenorientierung, Kontextsensibilität und individuumfokussierendes Arbeiten dargestellt. Anhand typischer Herausforderungen in der Pflegeausbildung wird gezeigt, wie systemisches Coaching zu mehr Selbstreflexion, Professionalität und Handlungssicherheit bei Auszubildenden beitragen kann. Der Vortrag verdeutlicht, wie Coaching-Gespräche ablaufen können und welche Rolle dabei ausgewählte Methoden des systemischen Coachings spielen können. Zudem wird aufgezeigt, wie sich diese Methoden in den pädagogischen Alltag integrieren lassen.
11.12.2025, 14-18 Uhr
Das Seminar entfällt in Präsenz
Christian Staden ist auf Dienstreise, gruppenbasierte Arbeit an Podcasts & Videocasts
18.12.2025, 14-18 Uhr
Gastvortrag: Bildungsevaluation – Grundlagen und Praxis mit dem Fokus auf die Pflegeausbildung
Zu Gast bei uns im Seminar: PD Dr. habil. Susanne Peters – Universitäten Bremen, Potsdam und Osnabrück
Der Seminartermin widmet sich der systematischen Erfassung, Analyse und Bewertung von Bildungsprozessen und -ergebnissen in berufsbildenden Kontexten. Wir setzen uns mit zentralen Begriffen, Zielsetzungen und Ebenen der Bildungsevaluation auseinander und lernen unterschiedliche Evaluationsansätze sowie qualitative und quantitative Verfahren kennen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Anwendung von Evaluation zur Qualitätsentwicklung von Unterricht und Ausbildung in der Pflege, insbesondere vor dem Hintergrund heterogener Lernvoraussetzungen, kompetenzorientierter Curricula und rechtlicher Rahmenbedingungen. Anhand praxisnaher Beispiele und kleiner Anwendungsübungen reflektieren die Studierenden, wie Evaluation als Instrument professionellen Handelns im Bildungsmanagement genutzt werden kann, um Lehr-Lernprozesse evidenzbasiert weiterzuentwickeln.
25.12.2025, 14-18 Uhr
Das Seminar entfällt in Präsenz
Weihnachtspause
01.01.2026, 14-18 Uhr
Das Seminar entfällt in Präsenz
Weihnachtspause
15.01.2026, 14-18 Uhr
Kompetenzorientiertes Prüfen in der Berufsbildung – Grundlagen und Anwendung
„Kompetenzorientiert prüfen bedeutet in der Berufsausbildung die Feststellung und Beurteilung, ob die als wesentlich erkannten Anforderungen eines beruflichen Handlungsfeldes dauerhaft und flexibel in wechselnden Situationen innerhalb des Handlungsfeldes bewältigt werden.“
Was bedeutet das nun konkret!? Wir schauen (in der Berufsausbildung) nicht nur, ob jemand etwas auswendig gelernt hat, sondern ob er oder sie eine berufliche Aufgabe wirklich in der Praxis bewältigen kann – und zwar zuverlässig, in unterschiedlichen Situationen und auch dann, wenn sich etwas ändert oder unerwartet entwickelt. Es geht also darum zu prüfen, ob jemand sein Wissen und Können dauerhaft, sicher und flexibel im Arbeitsalltag einsetzen kann.
Wie aber kann das in (formalen) Prüfungssituationen der beruflichen Bildung gelingen? Ist das überhaupt praktisch umsetzbar, oder bloß eine unerreichbare Vision? Diesem Thema widmen wir uns sowohl theoretisch als auch praktisch in dieser Seminarsitzung.
Ziel ist es, das Konzept der Kompetenzorientierung in der Berufsbildung als Handlungsfeld der eigenen Lehrer:innenprofessionalisierung zu identifizieren und kompetenzorientierte Prüfungsformate für den eigenen Berufsbildungskontext zu entwickeln.
22.01.2026, 14-18 Uhr
Rolle der Lehrkraft & Perspektivwechsel – Reflexion, professionelle Haltung
Erste Hälfte: Eure kompetenzorientierten Prüfungen auf Basis des Bremer Curriculums, zzgl. Erwartungshorizont formulieren und Bewertungsraster entwickeln.
29.01.2026, 14-18 Uhr
Abschluss & Reflexion
Gemeinsamer Abschluss des Semesters, Reflexionsrunde zu den zentralen Themen und Lessons-learnt, Seminarevaluation und Verabschiedung.
31.03.2026, bis 23:59 Uhr
Abgabe des Portfolios
Bestehend aus …
- Pro Gruppe: Mindestens 8 Podcast-Folgen à 30–60 Minuten inkl. Kurzbeschreibung, Quellenangaben, formale Angaben zu Redner:innen, Gäst:innen o.Ä..
- Pro Person: Eine persönliche Reflexion (ca. 2 Seiten) über den eigenen Lernprozess, die Teamarbeit und die Entwicklung des Podcasts.
- Abgabe via Mail an staden@uni-bremen.de
- noch nicht bekannt …03.07.2025, 14-18 Uhr
Das Seminar entfällt in Präsenz – Christian Staden ist auf Dienstreise
Gruppenbasierte Weiterarbeit (selbstorganisiert)
Unterrichtseinheiten werden weiterentwickelt
Aufgreifen des Feedbacks aus den Präsentationen (12.06. & 19.06.)
