Eckdaten & zentrale Infos.
Im Wintersemester 2025/2026 wird es zu einer zeitweisen Zusammenlegung und Zusammenarbeit zweier Module kommen:
- EW-MA-7.1: Medien in der beruflichen Aus- und Weiterbildung I (6 CP)
Studiengänge …
„Lehramt an berufsbildenden Schulen – Pflege“
„Berufspädagogik Pflegewissenschaft“
„Erziehungs- und Bildungswissenschaften“ - Berufsdidaktisches Projekt (9 CP)
Studiengang „Berufliche Bildung – Mechatronik“
Beide Module sind in unterschiedlichen Studiengängen studierbar. Während das Modul EW-MA-7.1 für Berufspädagog*innen aus dem Pflegebereich (Fachbereich 11), für Studierende aus den außerschulischen Erziehungs- und Bildungswissenschaften (Fachbereich 12) und für Studierende aus dem Zertifikatsstudium Digitale Medien freigegeben ist.
Das Modul “Medien in der beruflichen Aus- und Weiterbildung I” umfasst einen Workload von 6 CP. Dieses Modul können Studierende folgender Studiengänge belegen:
- M.A.: Berufspädagogik Pflegewissenschaft (Fachbereich 11)
- M.Ed.: Lehramt an berufsbildenden Schulen – Pflege (Fachbereich 11)
- M.A.: Erziehungs- und Bildungswissenschaften (Fachbereich 12)
- Zertifikatsstudium Digitale Medien
Wichtig: Studierende des M.A.: EBW (FB12) legen für die Veranstaltungen KEINE Modulprüfung ab, sondern erhalten einen Schein, der Voraussetzung für die Zulassung zur Modulprüfung im Modul EW-MA-7 (Fachspez. Wahlbereich) ist. Sie benötigen 12 CP für die Zulassung zur Modulprüfung und reichen Scheine für den Nachweis dieser 12 CP bei Frau Dr. Daniela Ahrens (Modulverantwortliche) ein.
Ziele & Inhalte.
Die Studierenden …
- verfügen über ein breites, detailliertes und kritisches Verständnis von Ansätzen der Gestaltung digitaler Lehr-Lern-Arrangements und wählen diese in Bezug auf berufliche Lehr-Lern-Ziele begründet aus
- analysieren und bewerten digitale Lernmedien für Zwecke der beruflichen Aus- und Weiterbildung
- konzipieren digitale Lernmedien auf der Basis mediendidaktischer Theorien für die berufliche Aus- und Weiterbildung und im Rahmen agiler Entwicklungsprozesse
- entwickeln digitale Prototypen im Sinne eines Design Based Research Ansatzes iterativ weiter
Die Studierenden setzen sich auseinander mit …
- iterativem Prototyping und agilen Entwicklungsmethoden,
- mediendidaktischen Gestaltungsprinzipien von rein digitalen oder hybriden Lehr-Lern-Arrangements in der beruflichen Aus- und Weiterbildung,
- verschiedenen Ansätze der Exposition, der Exploration, der Problemorientierung sowie der Kooperation und deren Passung zu spezifischen beruflichen Lehr-Lern-Ziele,
- Formen der Lernorganisation sowie der technischen Implementation.
Modulprüfung.
Die Studierenden erstellen als Modulprüfung ein E-Portfolio, in welchem sie ihre individuellen Informationen und Erfahrungen im Verlauf des EW-MA-7.1 Moduls begleitend im Laufe des Semesters dokumentieren, reflektieren und schlussendlich (zum Ende des Semesters am 31.03.2026) als Präsentationsportfolio zur Verfügung stellen. Zu jeder Seminarsitzung wird es so genannte „E-Portfolio-Aufgaben“ geben, die seminarbegleitend die E-Portfolio-Arbeit strukturieren und anregen.
Als E-Portfolio-Tool wird die so genannte „Future-Box“ (https://demo.futurebox-portfolio.de) genutzt, ein am ITB entwickeltes, webbasiertes E-Portfolio-Tool. Die Future-Box wird im Webbrowser aufgerufen. Alle Studierenden erhalten einen individuellen Account und können darin, ähnlich der Funktionsweise eines digitalen Tagebuchs, Informationen und Materialien speichern, sie strukturieren sowie systematisieren und ausgewählte Aspekte anderen Personen zur Einsicht veröffentlichen. Zu jedem Seminartermin mit Workshop-Charakter (siehe unten) erhalten die Studierenden somit die Möglichkeit, ihre Lernprodukte im E-Portfolio zu speichern, deren Erstellung sowie deren Gebrauchswert für Lehren und Lernen zu reflektieren. Das geschieht immer bezogen auf bestimmte didaktische Funktionen für die Gestaltung von (berufsbezogenem) Unterricht.
Konkret bedeutet das: Sie werden sich curricular an ihrem Bildungsgang orientieren (Pflege-Studierende z.B. am „Bremer Curriculum“, andere Studierende ggf. an anderen Ordnungsmitteln) und sich bezogen auf ein selbst gewähltes Lernfeld (oder curriculares Element) und deren Inhalte sowie zu fördernde Kompetenzen bei Lernenden mit den Potenzialen und Grenzen digital-unterstützten Lehrens und Lernens auseinandersetzen. Hierzu werden Sie in Workshops eigene digitale Materialien entwickeln und Einsatzmöglichkeiten digitaler Tools entwickeln sowie deren Grenzen ausloten. Wenn Lehrende digitale Medien oder analoge Materialien im Unterricht einsetzen, erfüllen diese eine bestimmte didaktische Funktion – also eine pädagogische Aufgabe oder einen Zweck innerhalb des Lehr-Lernprozesses. Die Frage lautet dabei immer: Wozu setze ich das Medium ein? Nicht das Medium selbst steht im Mittelpunkt, sondern die Art und Weise, wie es den Lernprozess unterstützt.
Didaktische Funktionen können (beispielhaft) sein:
- Informieren: Ein Medium vermittelt Wissen oder veranschaulicht Zusammenhänge (z. B. ein Erklärvideo, ein interaktives Schaubild oder ein digitaler Text).
- Motivieren: Medien können Interesse wecken und Lernprozesse anregen (z. B. ein Einstiegsvideo, ein Quiz oder ein interaktives Rätsel).
- Anleiten: Lernende erhalten über Medien Unterstützung beim Bearbeiten von Aufgaben (z. B. Schritt-für-Schritt-Videos oder Lernplattformen mit Hinweisen).
- Aktivieren: Medien regen zur eigenen Tätigkeit, zum Nachdenken oder Handeln an (z. B. kollaborative Whiteboards, Simulationen, digitale Planspiele).
- Üben und Anwenden: Lernende festigen Wissen durch digitale Übungen oder Lernspiele (z. B. H5P-Quizze oder Lern-Apps).
- Kommunizieren und Zusammenarbeiten: Digitale Tools können Zusammenarbeit und Austausch in versch. Unterrichtsphasen ermöglichen.
Am Semesterende (bis zum 31.03.2026 um 23:59 Uhr) wird das individuell angereicherte E-Portfolio per Link-Freigabe als Präsentationsportfolio mit aktiver Feedback-Funktion konfiguriert und bei Christian Staden per Mail abgegeben. Dazu wird der in der Future-Box generierte Freigabe-Link an staden@uni-bremen.de gesendet. Ab dann kann Christian auf die individuellen E-Portfolios zugreifen.
Nach der Abgabe des E-Portfolios erfolgt ein individuelles Feedback- und Reflexionsgespräch (vor Ort oder via Zoom möglich). In diesem Gespräch (ca. 15-20 Min. pro Person) wird anhand des zuvor abgegebenen Präsentationsportfolios das Modulthema vertieft und individuell aufgegriffen. Termine für die Feedback- und Reflexionsgespräche können erst dann stattfinden, wenn das E-Portfolio abgegeben wurde.
Die Modulnote ergibt sich aus dem gewichteten Mittel beider Prüfungsteile – und zwar zu 80% aus dem abgegebenen Präsentations-E-Portfolio und zu 20% aus dem Feedback- und Reflexionsgespräch.
Literaturliste.
- Adam, Björn; Holle, Judith; Köpnick, Franziska (2021): Das Methodenbuch für digitalen Unterricht.
- Härtel, Michael; Averbeck, Ines; Brüggemann, Marion; Breiter, Andreas; Howe, Falk; Sander, Michael (2018): Medien- und IT-Kompetenz als Eingangsvoraussetzung für die berufliche Ausbildung – Synopse. Wissenschaftliche Diskussionspapiere. BIBB – Bundesinstitut für Berufsbildung, Heft-Nr.: 193. Online verfügbar: Hier klicken.
- Howe, Falk; Knutzen, Sönke (2013): Digitale Medien in der gewerblich-technischen Berufsausbildung. foraus – Forum Ausbilder. Im Auftrag des BIBB. Online verfügbar: Hier klicken.
- Issing, Ludwig; Klimsa, Paul (2011): Online-Lernen – Planung, Realisation Anwendung und Evaluation von Lehr- und Lernprozessen online. 2. Auflage. De Gruyter, München.
- Tulodziecki, Gerhard; Herzig Bardo; Grafe, Silke (2019): Medienbildung in Schule und Unterricht. 2., vollständig überarb. und aktual. Auflage. Verlag Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn.
- Sander, Uwe; Gross, Frederike von; Hugger, Kai-Uwe (2008): Handbuch Medienpädagogik. VS, Verlag für Sozialwissenschaft, Wiesbaden.
- Dorgerloh, Stephan; Wolf, Karsten D. (2020): Lehren und Lernen mit Tutorials und Erklärvideos. Beltz, Weinheim.
- Kerres, Michael (2018): Mediendidaktik – Konzeption und Entwicklung digitaler Lernangebote. Verlag De Gruyter Oldenbourg, Berlin. Online verfügbar: Hier klicken.
- Kerres, Michael (2016): Open Educational Resources (OER). In: Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik. 9. Auflage. Berlin. Link zur SuUB: Hier klicken.
- Mayrberger, Kerstin (2019): Partizipative Mediendidaktik – Gestaltung der (Hochschul-)Bildung unter Bedingungen der Digitalisierung. 1. Auflage. Beltz Juventa, Weinheim & Basel.
- Rösch, Eike; Demmler, Kathrin, Jäcklein-Kreis, Elisabeth; Albers-Heinemann, Tobias (2012): Medienpädagogik Praxis Handbuch. Grundlagen, Anregungen und Konzepte für aktive Medienarbeit. kopaed. Materialien zur Medienpädagogik – Band 10.
- Howe, Falk; Schall, Melanie (2023): Potenziale digitaler Medien für Lehrkräfte und betriebliches Ausbildungspersonal. Online verfügbar: Hier klicken
