Didaktische Modelle

Bildungstheoretische Didaktik und Kritisch-Konstruktive Didaktik nach Klafki

Im folgenden findet sich ein interaktives H5P-Element mit den zentralen inhaltlichen und strukturellen Aspekten der bildungstheoretischen und kritisch-konstruktiven Didaktik von Wolfgang Klafki. Als zentrales Planungsinstrument für das Lehren und Lernen entwickelte Klafki sein (vorläufiges) Perspektivenschema zur Unterrichtsplanung.

Lehr-Lern-Theoretische Didaktik nach Heimann, Otto & Schulz

Die lerntheoretische Didaktik ist als Gegenentwurf zur bildungstheoretischen Didaktik (Klafki) entstanden. Es wurde als Berliner Modell bzw. in der Weiterentwicklung als Hamburger Modell in den 80er Jahren entwickelt. Es geht damit wesentlich um das „wie“ des Unterrichts. Ein zentrales Thema ist Herrschaft, d.h. die kritische Auseinandersetzung mit den Verhältnissen zum Ziel der Mündigkeit. Didaktik erhält hier eine normative Rückbindung.

Der Leitgedanke der lehr-lerntheoretischen Didaktik ist, die Lehrenden in die Lage zu versetzen, die pädagogische Wirklichkeit empirisch selbst zu erschließen, da es nicht möglich erscheint, die Gesamte pädagogische Vielfalt von Seiten der Wissenschaft mit detaillierten Orientierungshilfen abzudecken. Die Grundüberzeugung ist, dass Lehrende zugleich Forscher und Praktiker sind, da sie ihren Unterricht planen und analysieren. Dazu wird ein Strukturmodell angeboten, was dazu dient, über zentrale Fragen der Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen nach zudenken – d.h. Abläufe zu überprüfen und konkrete Aussagen über ihre Funktionen zu machen.

Das Berliner Modell nach Paul Heimann

Im Berliner Modell gilt bei den Grundfragen der Strukturanalyse das Prinzip der Interdependenz und nicht wie bei der bildungstheoretischen Didaktik das Primat der Inhalts- und Zielfragen. Dazu wird ein Strukturmodell angeboten, was dazu dient, über zentrale Fragen der Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen nachzudenken – d.h. Abläufe zu überprüfen und konkrete Aussagen über ihre Funktionen zu machen. Es besteht aus vier Entscheidungsfeldern (Ziele, Inhalte, Methoden und Medien) sowie zwei Bedingungsfeldern (sozialstrukturelle Voraussetzungen, persönliche Voraussetzungen sowie soziokulturelle Folgen und kognitiv-psychologische Folgen).

Das Hamburger Modell nach Wolfgang Schulz

Das Hamburger Modell bezeichnet ein didaktisches Modell zur Strukturierung der Unterrichtsplanung, welches aus dem Berliner Modell in den späten 60er Jahren von Wolfgang Schulz modifiziert und weiterentwickelt wurde, wobei die Emanzipation der Lernenden im Mittelpunkt dieses Modells steht. Dabei erweitert das Hamburger Modell das Berliner Modell um eine langfristige Perspektiven- und Umrissplanung. Es unterscheidet Perspektivplanung, Umrissplanung und Prozessplanung als die drei Ebenen der Unterrichtsvorbereitung und bezieht als vierte Ebene die Möglichkeit der Planungskorrektur während der Umsetzung der Prozessplanung mit ein.

Literaturangaben

  • Jank, W. & Meyer, H. (2019). Didaktische Modelle. Berlin: Cornelsen
  • Nickolaus, R. (2008). Didaktik – Modelle und Konzepte beruflicher Bildung. Orientierungsleistungen für die Praxis. Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren.
  • Peterßen, W. H. (2004). Lehrbuch Allgemeine Didaktik. München: Oldenbourg.
  • Schulz, W. (1981). Unterrichtsplanung. Mit Materialien aus Unterrichtsfächern. München , Wien , Baltimore : Urban und Schwarzenberg.