Pfleg-BP3: Bildungsmanagement und professionelles Handeln in berufsbildenden Kontexten (WiSe)

Ziele

  • Entwicklung eines reflektierten Rollenverständnisses als Lehrkraft in der beruflichen Bildung
  • Erwerb von Kompetenzen im Classroom-Management und in der Gestaltung lernförderlicher Unterrichtssituationen
  • Befähigung zur individuellen Lernbegleitung, Diagnostik und kompetenzorientierten Leistungsbewertung
  • Sensibilisierung für Inklusion, Barrierefreiheit und unterschiedliche Förderbedarfe
  • Förderung von Team- und Kooperationsfähigkeiten in schulischen Organisationsstrukturen
  • Einblick in Instrumente des Bildungs- und Qualitätsmanagements

Als Studierende werden Sie sich mit folgenden Aspekten auseinandersetzen …

  • Institutionsentwicklung, Schul- und Qualitätsmanagement in Bildungseinrichtungen
  • Grundlagen der pädagogischen Psychologie und Motivation
  • Classroom-Management und Umgang mit Unterrichtsstörungen
  • Diagnostische Grundlagen für berufliches Lehren und Lernen
  • Kompetenzorientiertes Prüfen und Feedbackverfahren
  • Individuelle Lernbegleitung und Förderung heterogener Lerngruppen
  • Gestaltung von Unterrichtsgesprächen sowie Methoden wie Rollenspiel und szenisches Spiel
  • Barrierefreiheit und inklusives Unterrichten
  • Rolle der Lehrkraft und Perspektivwechsel aus pädagogischer Sicht
  • Kollegiale Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams (u. a. nach Eberhart Stahl, Schulz von Thun)

Im Modul Pfleg-BP3 wird eine Modulprüfung mit der Prüfungsform „Portfolio“ abgelegt. Als seminarbegleitendes Dokumentations- und Reflexionsinstrument wird im Rahmen der Portfolio-Arbeit in kleinen Teams (2-3 Personen) entweder ein Audio-Podcast oder ein Video-Podcast entstehen, der sich mindestens aus 8 Folgen zusammensetzt. Als Gesamtprodukt soll das übergeordnete Seminarthema „Bildungsmanagement und professionelles Handeln in berufsbildenden Kontexten“ dokumentiert, gemeinsam reflektiert und individuell vertieft werden. Es können thematische Schwerpunkte im Kontext der Planung und Gestaltung der Podcasts gesetzt werden, die sich je nach Interesse der Teilnehmenden für bestimmte Seminarthemen (siehe Seminarverlauf) festlegen lassen.

Mit der Erstellung eines Podcasts dokumentieren und reflektieren Sie Ihre individuelle und gemeinsame Lernentwicklung im Seminar. Das Prüfungsprodukt dient nicht nur als Nachweis fachlicher Kenntnisse, sondern auch als Ausdruck der Fähigkeit, komplexe pädagogische Themen verständlich, praxisnah und mediengestützt aufzubereiten.

Zielgruppen des Podcasts sind sowohl die Kommiliton:innen anderer Teams im Seminar als auch außenstehende Personen, denen durch den Podcast der eigene Lernprozess und somit die eigene Professionalisierung erläutert wird.

Im Mittelpunkt steht die Verknüpfung von Theorie, Praxis und persönlicher Reflexion:

  • Wie lässt sich professionelles Handeln im (beruflichen) Bildungskontext verstehen?
  • Welche Herausforderungen und Gestaltungsspielräume bestehen für Lehrkräfte (in der Berufsbildung)?
  • Welche Perspektiven ergeben sich aus pädagogisch-psychologischen, diagnostischen und organisatorischen Zugängen?

Struktur und Umfang

  • Umfang: Mindestens 8 Podcast-Folgen à 30–60 Minuten
  • Teamgröße: 2–3 Personen
  • Abgabe: Link zur fertigen Podcast-Serie (Audio oder Video) + schriftliches Kurzkonzept (max. 2 Seiten)
  • Technik: frei wählbar (Smartphone, Recorder, Kamera, Schnittsoftware etc.)

Inhaltliche Gestaltung

Jede Podcast-Folge behandelt ein zentrales Seminarthema (z. B. Classroom-Management, Motivation, Diagnostik, Inklusion, Teamarbeit, Qualitätsmanagement).

Die Folgen können so geplant werden, dass sie:

  • Diskussionen und Reflexionen aus den Sitzungen aufgreifen,
  • Interviews mit Kommiliton:innen, Dozent:innen oder Praxisvertreter:innen einbinden,
  • Fallbeispiele oder Unterrichtsszenarien nachstellen oder
  • im Seminar (und darüber hinaus) behandelte theoretische Modelle erläutern und in Beziehung zur Schulpraxis setzen.

Die Folgen sollen eine dramaturgische und didaktische Linie erkennen lassen. Zur Planung empfiehlt sich ein Podcast-Drehbuch mit:

  • Titel und Kurzbeschreibung jeder Folge (eine Art „Klappentext“)
  • Ziel der Folge (was soll thematisiert oder verstanden werden?)
  • Rollen und Aufgaben im Team (Moderation, Schnitt, Recherche etc.)
  • verwendete Quellen und Materialien

Reflexion und Einbindung in das Portfolio

Der Podcast ist Teil des individuellen Portfolios. Jede*r Studierende ergänzt daher:

  • eine persönliche Reflexion (ca. 2 Seiten) über den eigenen Lernprozess, die Teamarbeit und die Entwicklung des Podcasts.

Bewertungskriterien (können gemeinsam im Seminar erweitert / modifiziert werden)

  • Inhaltliche Qualität: Fachliche Richtigkeit, theoretische Fundierung, Bezug zu Seminarthemen
  • Reflexionsgrad: Tiefe der Auseinandersetzung, persönliche und professionelle Reflexion
  • Didaktisch-mediale Gestaltung: Struktur, Verständlichkeit, dramaturgischer Aufbau, technische Umsetzung
  • Teamarbeit: Gleichwertige Beteiligung, Kooperation, Rollenklärung
  • Formalia: Einhaltung der Anforderungen (Umfang, Format, Abgabe, Quellen
    etc.)

Veröffentlichung & Distribution (optional)

Der Podcast kann auf Wunsch unter einer offenen Lizenz (z. B. CC BY-SA) veröffentlicht werden. Eine Veröffentlichung über Spotify, YouTube oder universitäre Plattformen ist ausdrücklich willkommen, wenn die Urheberrechte und Persönlichkeitsrechte beachtet werden. So können die Podcast-Projekte als Open Educational Resource (OER) anderen Studierenden und Lehrkräften zur Verfügung stehen und zur Sichtbarkeit der eigenen Arbeit beitragen.

Entliehene Mikrofone

  • Eike – Yeti schwarz am 27.11.25
  1. Brüning, Ludger & Saum, Tobias (2022): Classroom Management. Die Grundlage guten Unterrichts. Essen: NDS-Verlag. Moderne Ansätze, Reflexionsinstrumente, auf Lehrkräfte ausgerichtet. Lehmanns
  2. Eichhorn, Christoph (2020): Classroom-Management. Freiburg i. Br.: Klett-Cotta. Theoretisch-praktischer Zugang, insbesondere für schwierige Lerngruppen. Klett-Cotta
  3. Evertson, Carolyn M. & Weinstein, Carol S. (Hrsg., 2013): Handbook of Classroom Management: Research, Practice, and Contemporary Issues. New York: Routledge. Google Books
  4. Münk, Hans Dieter & Weiß, Reinhold (Hrsg., 2009): Qualität in der beruflichen Bildung. Forschungsergebnisse und Desiderata. Bielefeld: Bertelsmann. Begriffliche Grundlagen, Evaluations- und Qualitätssysteme in der beruflichen Bildung. Fachportal Pädagogik
  5. Schemme, Dirk (2018): Qualität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. (BIBB-Working Paper). Analyse und Gestaltung beruflicher Bildungsqualität aus forschungs- und praxisorientierter Perspektive. EconStor
  6. Manz, Wolfgang (Hrsg., 2018): Qualitätsmanagement in Bildungseinrichtungen. Münster: Waxmann. Systematischer Überblick über Qualitätsmanagement-Modelle im Bildungsbereich. MANZ Webshop
  7. Klieme, Eckhard & Tippelt, Rudolf (Hrsg., 2008): Qualitätssicherung im Bildungswesen. Eine aktuelle Zwischenbilanz. Weinheim: Beltz – Theoretische Einordnung des Qualitätsbegriffs, Sicherungssysteme, Evaluation. Pedocs
  8. Bundesinstitut für Berufsbildung (2006): Qualitätssicherung beruflicher Aus- und Weiterbildung (Diskussionspapier BIBB, 2006) BIBB – Home

Seminarverlauf & Meilensteine

Folgende Seminartermine und Meilensteine werden gemeinsam stattfinden.

11.12.2025, 14-18 Uhr

Das Seminar entfällt in Präsenz

Christian Staden ist auf Dienstreise, gruppenbasierte Arbeit an Podcasts & Videocasts

25.12.2025, 14-18 Uhr

Das Seminar entfällt in Präsenz

Weihnachtspause

01.01.2026, 14-18 Uhr

Das Seminar entfällt in Präsenz

Weihnachtspause

31.03.2026, bis 23:59 Uhr

Abgabe des Portfolios

Bestehend aus …

  • Pro Gruppe: Mindestens 8 Podcast-Folgen à 30–60 Minuten inkl. Kurzbeschreibung, Quellenangaben, formale Angaben zu Redner:innen, Gäst:innen o.Ä..
  • Pro Person: Eine persönliche Reflexion (ca. 2 Seiten) über den eigenen Lernprozess, die Teamarbeit und die Entwicklung des Podcasts.
  • Abgabe via Mail an staden@uni-bremen.de