Übersicht
Für die Arbeit mit dem individuellen E-Portfolio (gestaltet als Uni-Blog) können/sollen folgende Leitimpulse und Reflexionshinweise die Arbeit strukturieren. Die Impulse sind als Anregung für die individuelle Portfolio-Arbeit zu verstehen und können dabei helfen, die individuellen Aspekte der literaturbasierten Weiterarbeit in Ergänzung zu beiden Seminaren „Grundlagen der Berufspädagogik I und II“ einzuordnen, zu vertiefen und für die eigene Kompetenzentwicklung als Berufspädagog:in nutzbar zu machen.
Einige einführende Worte zur Konzeption der Portfolio-Arbeit im Seminar: Die Arbeit am individuellen E-Portfolio kann durch die nachfolgend genannten Impulse initiiert und begleitet werden. Ein „gutes“ Portfolio macht aus, dass es solche Impulse aufgreift und eine selbstorganisierte Weiterarbeit damit unter Berücksichtigung eigener Schwerpunktsetzungen und Interessenentwicklungen erkennen lässt. Durch das Portfolio ermöglichen Sie als Studierende sowohl sich selbst als auch den Dozierenden die Option, ein Schaufenster des eigenen Lernens zu eröffnen. Sie stellen darin Ressourcen, Artefakte und Lernwege aus, die dazu einladen, näher hinzusehen und durch einen vertieften Blick zu verstehen, welche Ideen und Konzepte Sie für Ihre eigene berufliche Handlungskompetenz als Berufspädagog:in aufgreifen möchten / bereits aufgegriffen haben. Somit ist jedes Portfolio ein individuelles Produkt. Es trägt Ihre „Handschrift“ als sich weiterentwickelnde Person. Der Vorteil davon ist, dass diese Individualisierung des Lernprozesses zielgerichtet zum Gegenstand eines Prüfungsgesprächs gemacht werden kann, in dem auf Ihren eigenen Lernweg eingegangen wird.
Folgende Impulse können Ihre Portfolio-Arbeit initiieren …
Dokumentations- und Reflexionsimpuls 1: Inhaltliche Erschließung und Verständnis
- Welche Hauptargumente oder Kernaussagen transportiert der gelesene Text bzw. die gelesenen Texte zu einem Seminarthema?
- Welche Schlüsselbegriffe oder theoretischen Konzepte spielen eine zentrale Rolle?
- Gab es Stellen, die unklar oder schwer verständlich waren? Warum?
Dokumentations- und Reflexionsimpuls 2: Bezug zur eigenen Wissens- und Kompetenzentwicklung
- Inwiefern passt das Gelesene zu bereits bekannten Theorien oder Konzepten?
- Hat sich meine Sichtweise durch die Lektüre verändert? Wenn ja, inwiefern?
- Welche weiterführenden Fragen haben sich für mich aus dem Text ergeben?
Dokumentations- und Reflexionsimpuls 3: Kritische Reflexion
- Welche Position vertritt der Autor bzw. die Autorin, und wie wird sie begründet?
- Welche Argumentationsmuster sind überzeugend, welche weniger?
- Welche methodischen oder theoretischen Schwächen erkenne ich in der Argumentation?
Dokumentations- und Reflexionsimpuls 4: Transfer und Anwendung
- Wie lässt sich das Gelesene auf aktuelle Fragestellungen der Sozialwissenschaften anwenden?
- Welche praktischen Beispiele oder Fälle fallen mir ein, um die Inhalte zu illustrieren?
- In welchen Kontexten (z. B. Forschung, Lehre, Gesellschaft) könnten die diskutierten Konzepte relevant sein?
Dokumentations-und Reflexionsimpuls 5: Persönliche Reflexion und Selbstbewertung
- Was habe ich aus der Lektüre für mich mitgenommen?
- Welche persönlichen Lernziele und Kompetenzen möchte ich durch die Arbeit mit den Texten weiterentwickeln?
- Inwieweit bin ich in der Lage, das Gelernte kritisch zu hinterfragen und in eigene Worte zu fassen?
Dokumentations- und Reflexionsimpuls 6: Ausblick
- Welche offenen Fragen oder Themengebiete ergeben sich für das weitere Studium?
- Welche weiterführende Literatur oder Forschungsarbeiten könnten meine Perspektive vertiefen?
- Wie plane ich, die neuen Erkenntnisse in zukünftigen Projekten in meinem Studium oder im Beruf als Berufspädagog:in umzusetzen?
